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Am 06.11.2009 ist die deutschsprachige Version des Spiels „S.T.A.L.K.E.R. - Call of Pripyat“ erschienen. Obwohl es als Add-On bezeichnet wird, ist es - genau wie „S.T.A.L.K.E.R. - Clear Sky“ - alleine lauffähig.Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern kam „Call of Pripyat“ nahezu ohne Bugs und damit gut spielbar auf den deutschen Markt.
„S.T.A.L.K.E.R. - Call of Pripyat“ wurde in Deutschland in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt gebracht:
Standard Edition → Spiel-DVD, Soundtrack und Handbuch in Plastik DVD Hülle
Special Edition → Spiel-DVD, Soundtrack, Handbuch, Karte der Zone, 2 Stalker Badges, Sturmfeuerzeug mit Stalker Aufdruck, Halstuch mit Stalker Druck in bedruckter Metallbox
Die Ereignisse im Spiel beginnen nahezu unmittelbar nach dem Ende des ersten Teils („S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl“). Der Spieler übernimmt die Rolle eines als Stalker getarnten Agenten der Regierung. Das Spiel verfügt anders als die ersten beiden Teile über keine Einführung oder Tutorial. Der Spieler wird alleine am Rande eines Gebietes „gespawnt“ und muss selbst zusehen, wie er
klarkommt. Für Neu-Einsteiger ist das Spiel daher nur bedingt oder bei hoher Frustrationstoleranz geeignet; Kenner der früheren Teile finden sich hingegen schnell zurecht.
Es gibt kaum noch menschliche Feinde; nahezu alle Menschen sind dem Spieler gegenüber zunächst neutral. Es gibt weiterhin Fraktionen (Banditen, Wächter, Freiheitler usw.), denen man sich aber nicht anschließen muss. Durch Interaktion, z.B. Medkits geben und Aufträge ausführen, kann man den Status zu den Zonenbewohnern unabhängig von der Fraktion auf grün bzw. befreundet setzen.
Dafür haben zwei neue Mutanten den Weg in die drei neuen, ansonsten eher anfangs unbelebt wirkenden, aber sehr großen Karten gefunden: Die Chimäre und der Burer. Die übrigen Mutanten wurden optisch eher zurückhaltend überarbeitet und treten insgesamt eher nachts bzw. im Dunkeln auf; die Schnelligkeit und Gefährlichkeit insbesondere der Blutsauger wurde deutlich erhöht.
Die Interaktion der KI untereinander wurde detailreicher gestaltet. Liegt ein Stalker nach einer Schießerei schreiend am Boden, kommt sein Kontrahent nach einer kurzen Zeit um ihm mit der Pistole den Todesstoß zu versetzen und daraufhin seine Ausrüstung zu plündern. In der selben Situation kommt, nachdem der Feind neutralisiert wurde, jedoch ein befreundeter Stalker an, um seinen Stalkerkameraden mit einem Medkit zu heilen. Außerdem wurde auch das Verhalten der Mutanten untereinander in der freien Stalker-Natur verbessert: Mutanten greifen sich gegenseitig an, schleppen die Kadaver der getöteten Mutanten weg um sie dann zu fressen.
Das Upgraden der Waffen und Ausrüstungsgegenstände wurde verbessert und kann jetzt flexibler durchgeführt werden. Es gibt nun mehrere voneinander unabhängige Upgradezweige, sodass jetzt durch das Upgraden eines Upgradezweiges, der andere Zweig nicht geich ausgeschlossen wird. Außerdem werden Waffen, die sich in einem schlechtem Zustand befinden - d.h. bei zwei verlorenden Zustandsbalken -, von Händlern nicht mehr gekauft. Außerdem gibt es im ersten Level (Zaton) einen Waffenhändler, bei dem man Waffen bestellen kann. So kann man bei Nimble - einige werden ihn noch aus SoC kennen - sogar mit dem nötigen Kleingeld ein Exoskelett bestellen.
Das Schnellreisesystem aus „Clear Sky“ gibt es immer noch gegen Geld, wurde aber verbessert. Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Fremdenführer: einmal den Ortskundigen, der dich zwischen den Gebieten (Zaton, Jupiter und Pripyat) hin- und herführt und dann sind da noch die gewöhnlichen Stalker, die dich ebenfalls für Geld an bestimmte Stellen innerhalb einer Karte führen können.
Auch die Emmissionen sind geblieben, vor denen man Schutz suchen muss. Den kann man aber auch unter der Erde, d.h. bspw. in einem Erdloch finden. Schafft man es einmal nicht rechtzeitig ein Unterschlupf zu finden, sitzt man jedoch nicht gleich vor dem Game Over-Screen. Man kann in CoP einige wenige Sekunden während einer Emmission überleben, verliert jedoch sehr schnell Lebensenergie. Zusätzlich gibt es noch ein Medikament, das einem ermöglicht die Emmission im Freien sogar zu überleben. Es ist eine Art Antibiotika, die einen während einer Emmission in Bewusstlosigkeit versetzt, wobei man nachdem die Emmission vorüber ist, wieder zu sich kommt.
Über die Tasten F1 bis F4 kann man Gegenstände aus dem Inventar wie z. B. Medikits, Verbände, Nahrung usw. direkt verwenden, ohne das Inventar aufrufen zu müssen. Atemmaske bzw. Schutzhelm sind vom Anzug getrennt und werden im Inventar auch so angezeigt und entsprechend auch getrennt aufgerüstet. Die beiden Waffenslots des Inventars sind frei belegbar, können also beispielsweise auch mit zwei Langwaffen ausgerüstet werden.
Es gibt einen neuen Detektor, den sog. Svarog-Detektor im Spiel, der nicht nur die Artefakte, sondern in den Anomaliefeldern auch die einzelnen Anomalien anzeigt, was das Risiko bei der Suche erheblich mindert.
Gegen die äußeren Einflüsse der Zone (also z. B. Strahlung, Hitze, Elektrizität usw.), aber auch gegen Emmissionen gibt es nun präventive Medikamente, die allerdings nur einen bestimmten Zeitraum wirken. Es gibt zudem ein Mittel, das - ebenfalls für einen begrenzten Zeitraum - die Tragfähigkeit um 20 kg erhöht.
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